WLAN-Sicherheit: So surfen Sie auch im nächsten Jahr sicher

20595322_sWLAN ist praktisch, aber unter den falschen Umständen nicht unbedingt sicher. Sowohl in öffentlichen als auch privaten Netzwerken sollten Sie auf einige Rahmenbedingungen achten, um das Surfen im weltweiten Netz nicht zum Glücksspiel verkommen zu lassen. Wie Ihnen dieses Kunststück ganz einfach gelingt, zeigt Ihnen der folgende Ratgeber.

I. Tipps für private Netzwerke
In Ihren eigenen vier Wänden haben theoretisch alle Nachbarn Zugriff auf Ihr WLAN-Netzwerk. Der einzige Hinderungsgrund besteht darin, dass Sie ein Passwort verwenden. Hier stolpern Sie auch gleich über einige eventuelle Sicherheitslücken:

• Wählen Sie ein sicheres Passwort!
„abc123“ ist überraschenderweise nicht sicher und lädt Datendiebe geradezu ein. Auch sollten Sie keine einfach zu erratenden Begriffe oder Ziffernfolgen verwenden, wie etwa der Name eines Haustiers oder Ihr Geburtsdatum. Passwörter wie „i9#Qxis92K“ sind zwar schwer zu merken, aber beinahe nicht zu knacken.

• Nutzen Sie nur moderne Verschlüsselungsmethoden
Neue Router werden Ihnen standardmäßig die WPA2-Verschlüsselung vorschlagen. Ältere Geräte funktionieren nach WPA, was gerade noch in Ordnung ist, WEP hingegen gilt nicht mehr als hinreichend sicher. Falls Sie über WLAN ins Internet gehen und Ihr Router oder Repeater kein WPA2 unterstützt, sollten Sie einfach in ein neues Gerät investieren, auch wenn das vielleicht teuer wird. Ihre Sicherheit sollte es Ihnen wert sein.

• Unsichtbares WLAN
Ein letzter Tipp schafft nur bedingt Abhilfe: Bei den meisten Routern können Sie das Übertragen der SSID abschalten, so dass Ihr Gerät nicht von anderen WLAN-Empfängern gesehen werden kann. Bei geplanten Angriffen liefert das zwar keinen Schutz, aber ein wenig Sicherheit wird dennoch erreicht.

II. Wie verhalte ich mich in öffentlichen Netzwerken?
3199977_mOrientieren können Sie sich an den Regeln, die auch in privaten WLAN-Netzwerken gelten: Wählen Sie sich in Hotels, Bahnhöfen oder Restaurants nicht in ein Netzwerk ein, das nicht per WPA2 gesichert ist. Außerdem gibt es einige Kleinigkeiten, auf welche Sie achten sollten.

• Befinde ich mich auf der richtigen Seite?
Achten Sie beim Surfen auf den Beginn der URL: https kennzeichnet mit einem Sicherheitszertifikat ausgestattete Seiten, http hingegen gilt als unsicher. Wichtige Aufgaben – Online-Banking, das Einloggen auf nur für Sie bestimmten Seiten – sollten daher niemals ohne dieses „Gütesiegel“ abgeschlossen werden. Sehen Sie außerdem zwei Mal hin: https://www.online-banking-beispiel.de und https://www.online-banking.beispiel.de sehen sich auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich, aber hinter einer der Seiten könnte sich eine Fälschung verbergen.

• Andere Nutzer blockieren
Die Windows-interne Firewall sollte auf die Option „Öffentliches Netzwerk“ eingestellt werden. Dann werden alle eingehenden Verbindungen automatisch (und auch sehr zuverlässig) blockiert. Für einige Anwendungen, die auf Online-Dienste zugreifen, müssen Sie dann eventuell Ausnahmen einrichten.

Fazit
Per WLAN ist zwar komfortabel, es kann aber auch gefährlich sein. Um potenzielle Angreifer erst gar nicht in Versuchung zu bringen, sollten Sie die erwähnten Tipps also auf jeden Fall beachten. Zu befürchten haben Sie danach als Privatanwender in der Regel nichts mehr.

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