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Fragen und Antworten rund um WLAN-Verstärker

Auf der folgenden Seite möchten wir Ihnen einen Schnellüberblick über die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema WLAN-Repeater geben.

Klicken Sie dazu einfach die Frage an, der Link öffnet die entsprechende Antwort.

 

Allgemein

  • Wann brauche ich einen WLAN-Repeater?
    • Grundsätzlich immer dann, wenn Sie Probleme mit der (drahtlosen) Internetverbindung haben, also etwa bei häufigen Verbindungsabbrüchen, ruckelnden Videos oder Bild- und Tonaussetzern. Ein Indiz für eine schlechte Verbindungsqualität ist auch die „Balkenanzeige“ unter Windows – sind häufig nur zwei oder noch weniger Balken sichtbar, dürfte sich die Anschaffung eines WLAN-Repeaters lohnen.

      Vor dem Kauf sollten Sie aber unsere Ratschläge zum Thema WLAN-Empfang verbessern durchgehen; mit ein bisschen Glück kommen Sie sogar um die Anschaffung eines neuen WLAN-Repeaters herum.

  • Schwache Signalqualität? Wie messe ich das selbst?
    • Bei Signalschwäche können Sie mit einem Tablet oder einem Smartphone im Raum umhersuchen, ob es eine Position mit besserer Verbindung gibt.  Einen wirklichen Überblick über die Signalstärken in jedem Raum erhalten Sie durch systematisches Vorgehen, zum Beispiel mit einem Programm wie dem „HeatMapper“. Einen ausführlichen Test sowie eine Anleitung zum Programm finden Sie hier.

      Am besten Sie gehen einmal komplett die ganze Wohnung ab. Bei mehreren Stockwerken in einem Haus fertigen Sie für jede Etage eine Übersicht an.

  • Wie wird bei wlanrepeater-test.com der Datendurchsatz der Repeater gemessen?
    • Für alle Messungen der Datenrate nutzen wir einen festen Versuchsaufbau. Im 2,4-GHz-Band gehen wir von zwei Doppelwänden zwischen Router und Empfänger-Notebook aus. Wir messen dann die Verbesserung der Datenraten unter UDP und TCP, wenn der Repeater zwischen den Doppelwänden positioniert wird. Diese Versuchsanordnung verwenden wir auch für die Messung beim Crossband-Repeating.

      Bei Messungen im 5-GHz-Band gehen wir von einer Doppelwand aus, die mit Hilfe des Repeaters überwunden wird.

      Für die Feststellung der jeweils maximal möglichen Übertragungsgeschwindigkeit wählen wir einen Abstand von einem Meter zwischen Router und Repeater.

      WLAN: Testaufbau mit zwei Wänden und Repeater

      WLAN: Testaufbau mit zwei Wänden und Repeater

      Eine ausführliche Darstellung unserer Mess- und Bewertungsmethode können Sie hier lesen.

Technik

  • Was sind das „2,4-GHz-Band“ und das „5-GHz-Band“?
    • Das 2,4-GHz (GigaHertz)-Band ist das ältere Frequenzband, auf dem WLAN funktioniert. Dieses Band wird in Europa in 13 Kanäle aufgeteilt. Die Reichweite liegt in Gebäuden zwischen 10 Metern und 30 Metern. Das 2,4-GHz-Band ist auf Grund vieler Geräte, die es benutzen, stark belastet. Durch die relativ große Reichweite kommt es oft zu Überschneidungen mit dem Nachbar-WLAN und so zu Empfangsstörungen.

      Das 5-GHz-Band ist das neuere Frequenzband. Aktuelle Router und viele Repeater unterstützen beide Frequenzbänder. In diesem Band stehen deutlich mehr Kanäle zur Verfügung. Die Reichweite in Gebäuden ist allerdings mit etwa 10 Metern geringer. So kommt es zu weniger Überschneidungen mit den Nachbarnetzen. Im 5-GHz-Band ist eine höhere Datenübertragungsrate als im 2,4- GHz-Band möglich.

  • Was ist WPS und wofür brauche ich das?
    • WPS (Wi-Fi Protected Setup) erleichtert Ihnen, Ihr WLAN-Netzwerk per Knopfdruck an Ihrem Router und Knopfdruck an Ihrem Repeater schnell zu erweitern. Die beiden Geräte kommunizieren dann miteinander und nehmen alle notwendigen Einstellungen selbstständig vor. Ihr neuer Repeater sollte aber auch über die Möglichkeit verfügen, ihn per Hand zu konfigurieren.

  • Was muss ich über meinen WLAN-Router wissen?
    • Um einen passenden Repeater anzuschaffen, sollten einige Daten über den Router bekannt sein. Entweder Sie informieren sich in der Gebrauchsanweisung oder in der Online-Hilfe Ihres Routers über:

      • Hersteller
      • Benutzte Frequenzbänder
      • WLAN-Verschlüsselung
      • Möglichkeit für WPS

      Sind Router und Repeater vom gleichen Hersteller und auch etwa gleich alt, sollte die Einrichtung des Repeaters am leichtesten gehen. Repeater von namhaften Routerherstellern wie AVM oder TP-Link bieten oft einen größeren (aber nicht immer notwendigen) Funktionsumfang zu einem teilweise höheren Preis.

Einrichtung

  • Wo wird der Repeater am besten platziert?
    • Zur Ersteinrichtung sollte sich der Repeater nahe am Router befinden. Und um die Anzeigen auf dem Gerät besser erkennen zu können, ist eine Steckdose in Lichtschalterhöhe oder eine Verlängerungsschnur sinnvoll.

      Funktioniert der Repeater wie gewünscht und sind alle Einstellungen perfekt, dann sollte der Repeater etwa auf halber Strecke bis zum Ort des ehemals schlechten WLAN-Empfanges platziert werden.

  • Welchen Kanal soll ich wählen?
    • Die Vielzahl der Nachbar-WLAN-Netze führt dazu, dass die Kanäle im 2,4-GHz-Band oft mehrfach genutzt werden. Auch im 5-GHz-Band sind Mehrfachbenutzungen eines Kanals nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Einfaches Herumprobieren mit der Kanaleinstellung hilft oft nicht weiter. Deshalb verschaffen Sie sich am besten einen Überblick über die WLAN-Situation in Ihren Räumen zum Beispiel mit dem „HeatMapper“ oder mit Hilfe Ihres Routers.

      So können Sie einen wenig genutzten Kanal oder einen Kanal, dessen Signalstärke gering ist, leicht erkennen. Diesen Kanal sollten Sie dann für Ihr WLAN verwenden.

  • WPS-klappt nicht – was kann ich machen?
    • Die automatische Kopplung von Router und Repeater per WPS-Taste ist praktisch, aber auch von einigen Bedingungen abhängig. Wenn sie nicht gelingt, prüfen Sie zunächst:

      1. Kann der Router „WPS“?
      2. Ist „WPS“ im Router aktiviert?
      3. Wie lange muss welche Taste am Router gedrückt werden?
      4. Wie lange muss die WPS-Taste am Repeater gedrückt werden?
        (Bei einigen Repeatern wird durch langes Betätigen der WPS-Taste ein RESET des Repeaters ausgelöst – dann fangen Sie praktisch immer wieder von vorne an)
      5. Ist der WLAN-Empfang am Repeater zu schwach?
        (Nutzen Sie eine Steckdose  in etwa zwei Meter Sichtweite zum Router)
      6. Ist das WLAN-Signal des Routers zu stark?
        (Gehen Sie mit dem Repeater etwa zwei Meter vom Router weg)

      Will alles nicht funktionieren, sollten Sie mit der WPS-Funktion nicht länger experimentieren und den Repeater mittels eines LAN-Kabels mit einem Computer verbinden, um ihn manuell einzurichten. Die Einrichtung per Hand ist meist nur die Eingabe des WLAN-Passwortes, alle Voreinstellungen des Repeaters können oft so belassen werden.

      Hat der Repeater keine LAN-Buchse, kann die Ersteinrichtung auch per WLAN zum Beispiel mit einem Smartphone erfolgen. Dazu verbinden Sie sich mit dem WLAN-Netz  „Repeater“ und melden sich am Repeater an. Nun können Sie den Repeater in Ihr vorhandenes WLAN (des Routers) einbinden und das WLAN-Passwort eintippen. Daraufhin verschwindet das Netz „Repeater“ und die Einrichtung war erfolgreich.

      Das jeweilige genaue Vorgehen wird in der Gebrauchsanleitung der Repeater meist gut erklärt.

Praxisbetrieb

  • Welche SSID soll ich wählen?
    • Falls es in einem Mehrfamilienhaus zufällig zwei WLAN-Netze mit gleicher (zum Beispiel vom Hersteller des Routers voreingestellter) SSID gibt, muss eine Änderung erfolgen. Aber auch wegen sicherheitstechnischer Überlegungen ist es günstig, keine voreingestellte SSID zu nutzen. Ähnlich wie bei einem Passwort sollte die SSID aus einer Kombination von Buchstaben und Zahlen bestehen und keinen Rückschluss auf den Betreiber des WLAN-Netzes zulassen.

      Sind mehrere Repeater im gleichen WLAN-Netz im Einsatz, ist es von Vorteil, jedem Repeater eine eigene SSID und einen eigenen Kanal zuzuweisen, damit Überlagerungen und eventuelle Probleme beim Anmelden von mobilen Endgeräten vermieden werden.

  • Ist es sinnvoll ein Notebook per LAN mit dem Repeater zu verbinden?
    • Ja, denn jede WLAN-Verbindung verringert die Datenrate. Außerdem kann jede WLAN-Verbindung eine eventuelle Fehlerquelle im heimischen Netz sein und vergrößert die Anzahl der möglichen WLAN-Überlagerungen mit Nachbarnetzen.

      Wenn das Notebook also eher im stationären Betrieb benutzt wird, ist eine LAN-Verbindung immer vorzuziehen, weil sie gegenüber der WLAN-Verbindung schneller ist und den Stromverbrauch des Notebooks weniger belastet.

Sicherheit

  • Welche Verschlüsselungsstandards gibt es?
    • WEP, WPA und WPA2 sind Sicherheitsstandards. Dabei ist WEP so schwach, dass es auf keinen Fall mehr benutzt werden darf. WPA (Wi-Fi Protected Access) und WPA2 (seit 2006) sind die besseren Standards. WPA2 ist die Nutzung der Sicherheitsstandards  „IEEE 802.1 a, b, g, n und ac“  basierend auf dem Advanced Encryption Standard (AES).  CCMP (Counter Mode with Cipher Block Chaining Message Authentication Code Protocol) wird von WPA2 genutzt. Dadurch sind Datenübertragungsraten theoretisch von 300 Mbit/s und mehr möglich.

      TKIP (Temporal Key Integrity Protocol) ist eine ältere Verschlüsselungsmethode und wird von WPA genutzt, beschränkt aber die Verbindungsgeschwindigkeit auf 54 Mbit/s.

      Der zu kaufende Repeater sollte die in Ihrem Netzwerk verwendete (beste) Verschlüsselungsmethode beherrschen.

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